Vorsorgezytologie

Was versteht man unter  gynäkologischer Vorsorgezytologie?

 

In der Frauenheilkunde  (Gynäkologie) haben Abstriche aus dem Bereich des Gebärmuttermundes eine besondere Bedeutung bei der Vorbeugung  des Gebärmutterhalskrebses.  Für die Gewinnung des sog. Cervixzellmaterials gibt es auf dem Markt diverse Hilfsmittel ( z.B. Spatel,  Bürste etc.).  Das Zellmaterial wird vom Frauenarzt auf Glasobjektträgern ausgestrichen, danach feuchtfixiert und dem Zytologen zugesandt. Mittels der  Pap-Färbung  können die Zellen differenziert  und auffällige Zellstrukturen einer sog. Pap-Gruppe zugeordnet werden werden . In Abhängigkeit des Pap-Gruppenergebnisses müssen ggf. weitere diagnostische und therapeutische Schritte unternommen werden (z.B. Konisation).  Siehe hierzu „Informationen für Patienten – Vorsorgezytologie“ !

Die primäre Auswertung der Abstriche erfolgt  durch  besonders geschultes Personal (Zytologie-Assistentinnen). Auffällige Befunde (ab Pap-Gruppe III ) werden gemeinsam mit dem Pathologen bzw. Zytologen besprochen, erst danach erfolgt die endgültige Pap-Einteilung.  Die weitere Betreuung erfolgt grundsätzlich durch den Gynäkologen ! Insbesondere die Pap-Gruppen  III und  III D können durchaus rückläufig sein, d.h. es muss aus diesen Zellveränderungen nicht zwangsläufig ein Gebärmutterhalskrebs  entstehen !

Was versteht man unter einer HPV-Infektion ?

Das  Humane  Papillomavirus  (HPV)  ist ein weltweit verbreitetes Virus, das  Gebärmutterhalskrebs auslösen kann. Die Übertragung erfolgt durch sexuellen Kontakt. Es werden grundsätzlich zwei Gruppen unterschieden, sog.  high-  und low- risk-Subtypen.  Dabei sind die high-risk-Subtypen von besonderem Interesse, da sie für die mögliche Krebsentstehung  verantwortlich sind.  Eine HPV-Infektion kann nach mehreren Jahren, muss jedoch nicht zwangsläufig zu einem Gebärmutterhalskrebs führen. Ziel ist es, diese zellulären Krebsvorstufen (Dysplasiezellen) in den Vorsorgezervixabstrichen zu erfassen und ggf. weitere Therapiemaßnahmen zu ergreifen.

HPV-Typisierung, Dünnschichtaufarbeitung:

HPV-Typisierungen und Dünnschichtaufarbeitungen (Thin-Prep) werden in unserer Praxis nicht selbst durchgeführt. Wir beauftragen dafür Konsilpartner, mit denen wir in einem sehr engen Kontakt stehen ( Labor  Synlab,  Abteilung Zytologie des Instituts für Pathologie an der HSK Wiesbaden).  Wir kümmern uns selbstverständlich um die Logistik der Proben bis hin zur Zusendung des  Konsilbefundes an die entsprechende gynäkologische Praxis. Dadurch entstehen der Patientin keine Zusatzkosten !

 

Wichtiger Hinweis:

Informieren Sie sich bei ihrem Gynäkologen über die diversen Verfahren und die anfallenden Kosten. Wir haben für die interessierten Praxen eine Kostenaufstellung erstellt. Sollten Sie dennoch Fragen haben, so wenden Sie sich vertrauensvoll an unsere Mitarbeiterinnen der Abteilung Gynäkologische Zytologie

Frau Carmen Weber :  06151-790519

Frau  Christine Arnold:  06151-790511,

Frau Andrea Rupp : 06151-790511,