Hinweise zur Einsendung von Untersuchungsmaterial

Einsendegefäße mit  4%-Formalin sind in der Praxis erhältlich. Siehe AnforderungsFormblatt ! Der Versand erfolgt für Sie kostenfrei.

Gewebe:

Senden Sie alle Gewebeproben grundsätzlich in Gefäßen mit 4%igem Formalin ein.
Ausnahmen sind:  Gewebeproben zur intraoperativen Schnellschnittaufarbeitung. Gewebe zur Chromosomenanalyse senden Sie bitte direkt an das betreffende Speziallabor ihres Vertrauens. Informieren Sie sich bei den dortigen Mitarbeitern über das Procedere des Versands !

Eilige Fälle bzw. Proben, deren Aufarbeitung innerhalb von 24 Std. erfolgen soll, können ebenso in Formalinlösung  gegeben  werden !

Falls einmal kein Formalin vorhanden sein sollte:  physiologische Kochsalzlösung dann aber dafür sorgen, dass das Material noch am selben Tag bis 15:30 h in die Praxis gebracht wird.

Achtung !
Unfixiertes  Gewebe mit Einsendung auf dem Postweg oder z.B. Lagerung von Gewebeproben im OP-Bereich über mehrere Stunden oder sogar Tage führen zur Autolyse,  d.h. Zersetzung des Gewebes. Oft ist dann in diesen Fällen eine hinreichende  Beurteilung nicht mehr oder nur noch eingeschränkt möglich, insbesondere bei Tumorfällen besonders fatal.

Schnellschnitt-Proben:
Bitte umgehend per Bote unfixiert einsenden !
Formalinfixierte Proben können in dieser Technik nicht bearbeitet werden.

Punktionsflüssigkeiten:
Einsendung in EDTA-benetzten Röhrchen (in der Praxis kostenfrei erhältlich )
Alternative :
1. Einsendung im nativen Zustand  noch am Entnahmetag  bis spätestens 15:30 h in unsere Praxis.
2. Anfertigung von luftgetrockneten Ausstrichpräparaten (bitte dünn ausstreichen !!!)

Muskelbiopsien:
Einsendung in 4%-igem Formalin bei Fragestellungen, die nicht den neuropathologischen Sektor betreffen (z.B. Myositis, Vaskulitis). Sollte der Verdacht auf eine neurogene Läsion bestehen, empfehlen wir, die Probe direkt in einer Fachklinik entnehmen zu lassen, die die Möglichkeit bietet, dass 3 getrennte Proben (1 x formalinfixiert, 1 x Fixation in Glutaraldehyd für elektronenmikroskopische Analysen, 1 xSchockgefrierung in Flüssigstickstoff) auf kurzem Wege einer Abteilung für Neuropathologie zugeführt werden können. Diese Möglichkeit ist i.d.R. in jeder Universitätsklinik gegeben. Der Transport von unserer Praxis in die entsprechende Fachabteilung wäre mit erheblichen logistischen Problemen behaftet.

Colonteilresektate bei V.a. Motilitätsstörungen:
Diese Proben bitte nach telefonischer Anmeldung in unfixiertem Zustand, d.h. ohne Formalinzugabe, möglichst rasch in unsere Praxis per Bote transportieren lassen (die enzymhistochemische Aufarbeitung verlangt ein natives Gewebe!). Diese Resektate müssen bis spätestens 11.00 Uhr des entsprechenden Werktages bei uns eingehen, da die präparatorischen Vorarbeiten einen erhöhten Zeitaufwand fordern. Gewünscht wird eine telefonische Voranmeldung mindestens 1 Tag vor dem geplanten chirurgischen Eingriff !

Fadenmarkierungen:
Sollten Sie eine getrennte Aufarbeitung der Resektionsränder wünschen, so müssen diese durch den Einsender ausreichend markiert sein, um eine eindeutige topografische Zuordnung vornehmen zu können.

Infektionskrankheiten:
Proben  mit  Ansteckungsgefahr  müssen durch den Einsender  eindeutig  gekennzeichnet werden,  um eine Gefährdung unserer Mitarbeiter zu vermeiden.
Dies gilt insbesondere für  Fälle mit V.a. Tuberkulose,  HIV,   Hepatitis !
Von unserer  Seite wird der Datenschutz gewahrt.

Beschriftung von Gefäßen :
Dringend notwendig: Patientenname (gut leserlich) , Geburtsdatum.,
Bei mehreren Gefäßen eines Patienten muss durch unser Fachpersonal eine korrekte Zuordnung möglich sein (Exakte Lokalisationsangaben,  Nummerierung der einzelnen Einsendegefäße mit entsprechenden Topografie-Angaben auf dem Histologie-Begleitschein). Nicht eindeutig gekennzeichnete Fälle können leider nicht umgehend bearbeitet werden (erst nach Klärung des Sachverhalts !).

Ausfüllen der Begleitscheine
(Histologiebegleitschein und/oder Überweisungsschein)
Patienten- bzw. Versicherungsdaten (vollständig, gut leserlich !)
Kinische (Verdachts-) Diagnose.
Klinische Daten:  Topografie, Anamnese, ggf. Laborwerte (besonders bei Leber-PEs). Praxisstempel und Unterschrift des einsendenden Arztes.